Sie sind ein System aus Wünschen und Funktionen, das versucht, sich zu erfüllen Jedes System regelt sich durch seine Systemgesetze. Sie sind frei, sie zu beachten oder zu missachten. Wenn Sie die Regeln missachten, zerstören Sie sich selbst und andere. Sie werden krank. Sie sind gespalten und getrieben. Wenn Sie die Systemregeln achten, finden Sie zur Erfüllung Ihres Lebens.
Das System Ihrer Wünsche Sie sind ein System aus Wünschen und Funktionen (Informationen), die sich zum ungeteilten Ganzen (Lateinisch In-Dividuum, "ungeteilt") ergänzen, wenn Sie sie zusammen führen können. Wenn Sie es nicht tun, bekämpfen, widersprechen und trennen sich Ihre Wünsche.
Ihre Wünsche machen, was sie wollen Viele Ihrer Wünsche (Bedürfnisse, Motive) sind kompetitiv. Sie kämpfen um die knappen Ressourcen - Zeit, Aufmerksamkeit, Priorität, Energie, Information, Geld -, die zu ihrer Erfüllung zur Verfügung stehen. Sie wollen zuerst befriedigt sein, bevor Sie sich anderen Wünschen zuwenden können. Die Letzten beissen die Hunde. Viele Ihrer Wünsche sind gegensätzlich. Die Erfüllung des einen Wunsches schliesst die Erfüllung des anderen Wunsches aus. Je mehr Sie sich den einen Wunsch erfüllen, umso mehr entfernen Sie sich vom andern. Wenn Sie Ihre Wünsche sich selbst überlassen, zerstören sie sich gegenseitig.
Die Zerstörung Wenn Sie Ihre Wünsche sich selbst überlassen, missachten, benachteiligen, verdrängen, unterdrücken, belügen, betrügen, projizieren, verletzen und zerstören die einen Wünsche die anderen. In Ihnen selbst drückt sich die Zerstörung in Form von Krankheiten, Unwohlsein, Unruhe, Unzufriedenheit, Stress, Erschöpfung, Niederlage, Verlust, Angst, Depression und Verzweiflung aus. Zwischen den Menschen und Objekten können Sie die Destruktion in der Zerstörung der Umwelt und der wirtschaftlichen Grundlagen, in den Kriegen und in allen Formen der Gewalt, des Zwanges, der Lüge, des Betruges, der Manipulation, der Kontrolle, der Zerstückelung, der Spaltung, des Leidens und des Schreckens erkennen. Wenn der Mensch nicht der bewusste Prozessführer seines Lebens ist oder wird, zerstört er sein Leben und das Leben anderer.
Die Erfüllung "Er-füllt" zu sein bedeutet, voll, ganz, heil zu sein. Ein anderes Wort für heil ist gesund. Um ganz, heil oder gesund zu sein, müssen Ihre Wünsche Erfüllung finden. Um alle Ihre Wünsche erfüllen zu können und nicht die einen auf Kosten der anderen, müssen Sie sie erkennen und verbinden können. Sie müssen die Kompetitivität und die Gegensätze zwischen Ihren Wünschen und den Wünschen anderer auflösen können.
Das System und der Systemzusammenhang - logos Ein System ist ein Ganzes, das durch das Zusammenwirken seiner Teile funktioniert, wie zum Beispiel ein Uhrwerk, ein Automobil oder Computer. In einem System ist jeder Teil mit jedem anderen Teil direkt oder indirekt verbunden. Wenn ein Teil zu groß oder zu klein ist, zu schnell oder zu langsam dreht, zu viel Ressourcen beansprucht oder zu wenig bekommt oder wenn ein Teil mit den anderen nicht mehr verbunden ist, (zer-)stört er das System.
Das (Wieder-)Zusammensetzen der Teile zum System - re-legoSie müssen Ihre Wünsche und Funktionen (Informationen), die sich aufgrund ihrer Eigendynamik bekämpfen, widersprechen und voneinander trennen, wieder zum ganzen System zusammen-setzen. Der altgriechische Begriff dafür ist re-lego. Lego, "zusammensetzen", ist das Verb von logos. Dieses altgriechische Wort bedeutet "System" und "Systemzusammenhang". Von (re-)lego/logos stammt das lateinische Wort re-ligio, das Sie im Begriff "Religiosität" erkennen. Es bedeutet wörtlich "das Wieder-Zusammensetzen der Teile zum ganzen System".
Ihre Lebensaufgabe Ihr (Lebens-)Werk besteht darin, das System Ihrer Wünsche und Funktionen (Informationen) - den logos - zu erfüllen. Dafür müssen Sie alle Ihre Wünsche und Funktionen - alle Informationen, Ihr (Informations-)Programm - erkennen, lesen, erfahren, empfangen, verstehen und richtig zusammensetzen können. Ihre Lebensaufgabe besteht darin, das Endziel, das Gesamtziel Ihres Systemprogramms zu erfüllen.
Richtig heisst konstruktiv, falsch bedeutet destruktivIhre Wünsche und Funktionen (Informationen) sind richtig zusammengesetzt, wenn sie sich nicht mehr bekämpfen, verletzen und zerstören, sondern wenn Sie sich als Gesamtsystem erfüllen. Wenn Sie konstruktiv sind, tragen Sie dazu bei, dass sich auch andere Menschen und Objekte erfüllen können, mit denen Sie verbunden sind. Wenn Sie die Teile Ihres Systems falsch zusammensetzen, wenn Sie in (mit) sich selbst destruktiv sind, tragen Sie über die Verbindung mit anderen (Teil-)Systemen auch zu deren Zerstörung bei.
Das System Ihrer Wünsche ist hybrid und komplementär Das Informationssystem setzt sich aus vier Teilsystemen zusammen. Diese sind wohl vernetzt und kommunizieren miteinander. Aber jedes Teilsystem verfolgt seine eigenen Ziele (Wünsche) und ist dafür mit eigenen Funktionen und Informationen ausgestattet. Das System ist hybrid (aus unterschiedlich funktionierenden Teilsystemen zusammengesetzt). Die Teilsysteme mit ihren unteschiedlichen Informationen, Wünschen und Funktionen sind komplementär. Sie ergänzen sich. Sie bilden zusammen den ganzen Menschen.
Vier unterschiedliche Entscheidungssysteme Wir haben die vier Teilsysteme oben als instinktive, affektive, instrumentelle und empathische Intelligenzsysteme bezeichnet. Die Wünsche und Funktionen (Informationen), die sie verfolgen, bezeichnen wir als praktische, relationale, rationale und ideale Wünsche. Die Wünsche sind als Felder (Quadranten) und die Funktionen als Pole von Achsen dargestellt. Wünsche und Funktionen sind, wie Ziele und Mittel, begrifflich austauschbar. Physisch lassen sich die vier Intelligenzsysteme den vier Hirnbereichen zuordnen, die das Stamm- und Kleinhirn, des limbische System und das Großhirn (Neocortex) mit seiner linken und rechten Hemisphäre bilden. Entwicklungsgeschichtlich sind sie in vier Schritten, in großen zeitlichen Abständen, aber kurzen Schüben entstanden. Das älteste Teilsystem, das Stamm- und Kleinhirn, ist vor circa 280 Millionen Jahren mit dem Aufkommen der Saurier sichtbar geworden. Das zweitälteste Intelligenzsystem, das limbische System, ist vor circa 160 Millionen Jahren mit dem Aufkommen der ersten Säugetiere auf den Plan getreten. Das jüngste Teilsystem, das Großhirn, ist vor 5 bis 10 Millionen Jahren mit dem Aufkommen der Hominiden, der Gattung von Säugern, zu denen der Mensch gehört, manifest geworden. Das älteste Teilsystem des Gehirns, das Instinkthirn, das wir mit den Sauriern und ihren heutigen Nachfahren, den Reptilien teilen, ist nicht immer grösser, nicht zunehmend klüger geworden. Vielmehr sind die Informationen in den jüngeren Entscheidungssystemen ergänzend (komplementär) und korrigierend (gegensätzlich) zu den älteren hinzugekommen. Intelligenz, vom Lateinischen inter-legere, bedeutet entscheiden, wörtlich "dazwischen wählen". Physisch sind die Informationen, die die Psyche in analogen Bildern und digitaler Sprache bewusst denken, erkennen, erfahren und kommunizieren kann, in jeder Zelle Ihres Körpers digital gespeichert.
Der ganze Mensch Das erste komplette Zeugnis, das wir von der rechten Hirnhemisphäre, dem empathischen Intelligenzsystem kennen, fällt mit dem plötzlichen Erscheinen der ersten kompletten Schriftsprache vor sechs Tausend Jahren in Ägypten zusammen. Im Isis und Osiris Mythos sind die die vier Intelligenzsysteme symbolisch dargestellt. Hesiod und Homer, Sokrates und Platon, der unbekannte Autor des Johannes Evangeliums, C.G. Jung und wenige andere (in vergleichbarer Weise auch in anderen Kulturen) haben das Wissen um die Systemzusammenhänge des menschlichen Lebens verfeinert.
Das Wort "Gott" bezeichnet die Systemordnung, den Lebensplan, den Sie erkennen können und erfüllen sollen Für das Lebensprogramm, für die Systemordnung, die Sie erkennen können und erfüllen sollen, haben die Sprachschöpfer den Begriff Gott/Götter geschaffen. In der altgriechischen Sprache, auf der die westliche Kultur beruht, heisst der Begriff theos (er unterscheidet nicht zwischen Einzahl und Mehrzahl). Er ist aus thwesos entstanden. Das bedeutet Geist: das Gedachte. Geist ist, was Sie "denken" (erkennen, erfahren) können. Er ist mit thelo, "wünschen" und mit telos, "das System-Ziel, das Endziel, das Gesamtziel (des Systems)" verwandt. Im Bibeltext des Johannes Evangeliums setzt der Erzähler das griechische Wort logos, "das System und der Systemzusammenhang", mit dem Wort theos, "Gott, Geist, das Gedachte" gleich (Johannes 1.1).
Psyche, auf Deutsch Seele, heisst Leben Für das Leben haben die griechischen Wortschöpfer eine Reihe von synonymen Begriffen geschaffen: psychē, pneūma, ạnemos (von dem die lateinischen Begriffe Anima und Animus stammen, im indischen Sanskrit atman). Das hebräische Wort dafür ist näpäš. Sie bedeuten alle Luft, Hauch, Wind, Atem − als Symbole für das Unsichtbare, das Geistige, das Gedachte, das Leben. Sie bedeuten in ihrer Sprache auch „Wünsche, Wollen, Begehren, Charakter, Mensch, Denken, Gedächtnis, Bewusstheit“. Das deutsche Wort für Psyche ist Seele. Es bedeutet sprachgeschichtlich "Die zur See Gehörende". Das Meer ist ein Bild für den Informationsspeicher, der Sie sind.
DIKE als Symbol für das richtigeTun DIKE ist in der griechischen Mythologie eine der drei-faltigen Göttinen der Horen. Sie verkörpern das Systemwissen. Es beinhaltet die Systemordnung (Eunomia), das richtige Verhalten in Übereinstimmung mit den Systemregeln (Dike) und den Frieden (Eirene), der daraus resultiert. Die Juristen kennen Dike als Symbol der Gerechtigkeit. Gerecht bedeutet richtig - systemgerecht. DIKE bedeutet, das Informationsprogramm, das Sie sind - das System und den Systemzusammenhang, den logos - zu erkennen, zu empfangen, zu erfahren, zu verstehen, zu denken und zu realisieren.